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Ratgeber · Kosten

Was kostet eine Kernsanierung? Richtwerte für 2026

Quadratmeterpreise, Kostenblöcke und Förderungen — realistisch eingeordnet statt schöngerechnet.

Stand: 13. August 2026 Lesezeit: ca. 7 Minuten Lidstein, Reutlingen

Die kurze Antwort: Für eine vollständige Kernsanierung sollten Sie 2026 je nach Standard mit etwa 900 bis 2.300 € pro m² Wohnfläche rechnen — solide Standardausstattung ab rund 900 €, gehobener Standard mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung und hochwertigen Bädern bis 2.300 €, Premium und Sonderfälle auch über 2.500 €. Ein Einfamilienhaus mit 140 m² liegt damit grob zwischen 125.000 und 320.000 €. Förderungen senken die Last deutlich: allein der Heizungstausch wird mit bis zu 70 % bezuschusst. Belastbar wird jede Zahl erst nach einer Objektbegehung.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Eine Kernsanierung besteht aus drei großen Maßnahmenpaketen — dieselbe Gliederung, nach der auch geplant und gebaut wird (hier im Detail erklärt): Haustechnik, Gebäudehülle und Innenausbau. Die folgenden Spannen sind Richtwerte aus der Projektpraxis für Bestandsgebäude in Baden-Württemberg:

Richtwerte je Maßnahmenpaket (bezogen auf m² Wohnfläche)
Maßnahmenpaket Typischer Umfang Richtwert
Haustechnik Neue Elektroleitungen, Wasser-/Abwasserrohre, Heizungsanlage (z. B. Wärmepumpe) 150–550 €/m²
Gebäudehülle Dach, Fenster, Außentüren, Fassadendämmung 250–900 €/m²
Innenausbau Böden, Bäder/Sanitär, nicht tragende Wände, Türen, Maler 250–800 €/m²

Richtwerte aus der Lidstein-Projektpraxis, Stand 2026; vergleichbare Spannen veröffentlichen u. a. co2online und die Verbraucherzentrale. Untere Werte stehen für Teilumfänge und Standardausstattung, obere für den vollständigen Austausch in gehobener Qualität (z. B. Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, komplette Hülle). Sonderfälle wie Schadstoffe, Statik oder Denkmalschutz liegen darüber.

Welcher Standard kostet wie viel?

Kernsanierung nach Ausstattungsniveau (Richtwerte 2026, komplett)
Niveau Typischer Umfang Richtwert
Solide Alles erneuert, aber mit wirtschaftlichen Verfahren: Einblas- statt Fassaden-Verbunddämmung, Dach von innen gedämmt, konventionelle Heizung, Bäder im Standard 900–1.400 €/m²
Gehoben Wärmepumpe + Fußbodenheizung, Hülle komplett, hochwertige Bäder und Böden 1.400–2.300 €/m²
Premium / Sonderfälle Grundrissänderungen, Naturstein, Smart Home, Denkmalschutz ab 2.500 €/m²

Plausibilitäts-Check: Ein Neubau kostet 2026 etwa 2.800–3.800 €/m²; eine vollständige Kernsanierung liegt typisch bei 60–75 % der Neubaukosten — und trifft damit genau diese Spannen.

Was treibt die Kosten am stärksten?

  1. Zustand der Haustechnik: Stoffummantelte Leitungen, Bleirohre oder eine Heizung aus den 90ern bedeuten fast immer: komplett raus. Das betrifft jede Wand — deshalb ist die Technik der häufigste Kostentreiber.
  2. Bäder: Ein vollständig saniertes Bad kostet je nach Größe und Ausstattung typischerweise 15.000 bis 40.000 €.
  3. Überraschungen im Bestand: Feuchte Keller, marode Balkenlagen, Asbest oder Hausschwamm zeigen sich oft erst nach der Entkernung. Ein Puffer von 10 bis 15 % der Bausumme ist Pflicht, kein Luxus.
  4. Ausstattungsniveau: Zwischen Baumarktqualität und Herstellerqualität liegt weniger Preisabstand, als viele denken — wenn der Zwischenhandel entfällt (dazu unten mehr).

Welche Förderungen gibt es 2026?

  • Heizungstausch (KfW, Programm 458): 30 % Grundförderung, plus 20 % Klimageschwindigkeits-Bonus beim Austausch alter Öl-/Gasheizungen, plus 30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €) — gedeckelt bei 70 % von maximal 30.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Macht bis zu 21.000 € Zuschuss.
  • Einzelmaßnahmen an der Hülle (BAFA/BEG EM): 15 % Zuschuss für Dämmung, Fenster und Türen, plus 5 % iSFP-Bonus mit individuellem Sanierungsfahrplan.
  • Steuerbonus nach § 35c EStG: Alternativ zu den Zuschüssen — 20 % der Sanierungskosten (max. 40.000 €) über drei Jahre von der Steuerschuld abziehbar.

Stand Anfang 2026, Konditionen ändern sich regelmäßig — aktuelle Bedingungen bei kfw.de und bafa.de prüfen. Zuschüsse und Steuerbonus sind für dieselbe Maßnahme nicht kombinierbar.

Wie hält Lidstein die Kosten im Rahmen?

Drei Hebel machen bei unseren Projekten in Reutlingen und der Region Stuttgart den Unterschied:

  • Material direkt vom Hersteller: Baumaterial, Türen, Böden, Möbel und Küchen beziehen wir ohne Zwischenhandel. Die Marge des Großhandels bleibt in Ihrem Budget — bei gleicher oder besserer Qualität.
  • Eigene Gewerke, eine Terminkette: Kein Leerlauf zwischen Subunternehmern, keine doppelten Anfahrten (warum das Vergabemodell so viel ausmacht).
  • Festpreis statt Nachtragslogik: Nach der Objektbegehung erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot — der vereinbarte Preis gilt.
  • Ehrliche Erstkalkulation: Ein Angebot, das Überraschungen einpreist, statt sie in Nachträge zu verschieben.

Häufige Fragen

Was kostet eine Kernsanierung pro Quadratmeter?

Als Richtwert 2026: je nach Standard etwa 900 bis 2.300  € pro m² Wohnfläche für die vollständige Kernsanierung — solide Ausstattung ab rund 900 €, gehobener Standard bis 2.300 €, Premium und Sonderfälle über 2.500 €. Belastbar wird die Zahl erst nach einer Objektbegehung.

Ist eine Kernsanierung günstiger als ein Neubau?

Meist ja: Rohbau, Erschließung und Grundstückskosten entfallen, und die Substanz (Fundament, tragende Wände, oft der Dachstuhl) wird weitergenutzt. Bei sehr schlechter Substanz kann ein Abriss mit Neubau dennoch wirtschaftlicher sein — das zeigt erst die Begehung.

Wie lange dauert eine Kernsanierung?

Für ein Einfamilienhaus sind je nach Umfang etwa 4 bis 8 Monate realistisch — den Phasenablauf erklärt unser Artikel zum Ablauf der Kernsanierung.

Erstellt Lidstein ein kostenloses Angebot?

Die Ersteinschätzung nach Begehung ist unverbindlich. Nennen Sie uns Objekt, Ort und groben Umfang — per WhatsApp, Telefon oder E-Mail.

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